Lieblingssätze

Anzeige Erbrecht von A-ZHabt Ihr Lieblingssätze? Ich schon. Ich pflege im Kopf einige Rubriken, die mir in Warteschlangen Unterhaltung bieten. Da ist zum Beispiel die Hundenamendatei, die gibt es sogar im Excel, oder die Kategorie «passt immer», ihr erinnert Euch an «Scheiss Verwaltung» und kürzlich habe ich einen Neuen «passt-immer» gefunden «Es ist alles ein Prozess».

Und natürlich die Lieblingssätze. Der folgende Lieblingssatz trieft vor Verachtung. Mein Bruder raucht im Auto und die bauen da heute keine Aschenbecher mehr rein, daher: «Er aschte ins Bonbonfach»! Oder der über die Klageweiber zum Beispiel: «Sie klagten versehentlich am Buffet».

Das Foto einer Buchwerbung «Erbrecht von A-Z» fiel mir auf, weil im ersten Moment habe ich «erbrechen» im Sinne von übergeben gelesen und gedacht: Prima Bulimie-Ratgeber.

 

Steinalt 2

Foto Emaillekästchen mit LadekabelIch bin alt. Steinalt. Im vorliegenden Fall liegt dieses nette Schächtelchen bei meiner jungen Kollegin auf dem Schreibtisch, ich denke: Das ist aber ein netter Taschen-Aschenbecher. Ein anderes Mal bemerke ich, oh, da ist ja ein Ladekabel dran. Vielleicht ein Ascher mit Beleuchtung?

Nun, es ist der Aufbewahrungsort für die kabellosen Kopfhörer. «Ob da auch noch Musik selbst mit drin ist?», muss ich nochmal nachfragen……

Steinalt

Foto schnurlose KopfhörerIch bin alt. Steinalt. Meine junge Kollegin hört Musik via Bluetooth, also ohne Verkabelung zum Kopfhörer. Soweit verstehe ich es noch. Als ich in ihr Büro komme, wedelt sie kurz mit dem Finger am Ohr rum, ich frage leise: Telefonierst Du?

Nein, meint sie, mit der Fingerbewegung schalte sie den Kopfhörer aus. Echt? Und ich habe mich schon öfter gefragt, warum sie mir den Vogel zeigt……

 

Zecken

Artikeltext ZeckenIch lese einen Artikel zum Thema Mythen der Zecken, folgender Text:

Mythos 5: Blutsauger scheuen Kälte-Grade

Falsch! Schon ab 5 Grad sind sie aktiv. In unseren milden Wintern sind Zecken ganzjährig aktiv. Auch einen 40 Grad-Waschgang überleben sie. Bei 60 Grad sterben sie eher. Am effektivsten ist der Wäschetrockner.

Da meine Wäsche bei 60Grad mit den Zecken stirbt, stelle ich es mir so vor: «Werner, guckst Du mal nach dem Trockner, ich glaub die Zecken sind jetzt tot.»

Kontrolle

Foto KastenwagenDer Kastenwagen. Diese beflissenen «Jumper» beobachtet man am ehesten früh zwischen sechs und neun Uhr. Doch Vorsicht, die mittleren Rudel nehmen einem die Sicht auf andere Verkehrsteilnehmer und oft fährt der Lehrling, gerne 17 km/h unter Richtgeschwindigkeit, das macht mich ein wenig, hm, impertinent.

Jetzt mein dazugehörendes Dilemma: Da ich noch gelernt habe «alles hat seinen Preis», muss ich für meine Wünsche ans Universum einen Ausgleich anbieten. In meinem Fall gelobe ich oft, im Gegenzug für freie Fahrt, eine «Kavalierin» der Strasse zu sein.

Hoffentlich kontrolliert das Universum nicht soooo genau.

 

Schonung

Foto schöner BHIn der Küche haben wir eine «kleines» Küchenlicht, das ist besonders gemütlich. Jedes Mal, wenn ich die Küche verlasse, mache ich es gleich wieder aus. Weil ich es schonen möchte, dass es länger lebt und sich bloss nicht überanstrengt.

Genauso geht es mir mit der schönen Unterwäsche. Die liegt ganz unten und wird für besondere Gelegenheiten gespart, da trage ich doch lieber Baumwolle bis der «Grauschleier» siegt. Ich weiss gar nicht, ob die «Schöne» noch passt, vielleicht brauche ich neue «Schöne», die leg ich dann wieder drunter.

Leben im Hier und später mal.

 

Altern

KinderfotoDa ich nicht über Schönheit definiere, altere ich entspannt, ich habe das mal kurz zusammengefasst:

Von null bis dreissig dachte ich, Altern passiert nur den Anderen. Bis dahin konnte ich auch Nächte durchfeiern und straffrei durcheinandertrinken. Meinen dreissigsten Geburtstag habe ich verpennt und am 31.sigsten in Demut Danke-Briefe an alle geschrieben. Daraufhin kamen diverse Rückfragen, ob ich mich jetzt umbringe?

Das habe ich überlebt und mit 35 das «Prinzen-Schimmel-Ding» in die Tonne geklopft, aber vorerst fand ich das Leben eher anstrengend. Bei ca. 45 Jahren ist Zenit und huch, plötzlich gucke ich über die Kante und ein Berufsleben-Ende kommt in Sicht. Spätestens da geht es in die Auseinandersetzung mit «Was will ich?», «War es das?» und «Was muss ich noch aufräumen in mir, um dahin zu kommen, wovon ich heute noch nicht weiss, dass ich da hinwill».

Letzteres muss nicht zwangsläufig das «Beste» für einen sein. Da, so um die 45, ist der Tiefpunkt des Lebens-Wohlbefindens, könnt Ihr nachlesen. Ab 50, sagt die Statistik, geht es wieder bergauf. Viel weiter weiss ich auch noch nicht.

Nur so.

Flugkuss

KussmundBeim Abschied von meinem Leihkind will ich ihr eine Kusshand zuwerfen, also Küsschen auf die eigene Hand und dann rüberpusten.

Blöderweise hatte ich genau in dem Moment einen Gestik-Blackout und vergessen wie das geht. Ich fuchtele, im Dialekt «kruschtel», mit den Fingern wild vor dem Mund herum und schmeisse das Ergebnis in ihre Richtung, wir müssen beide lachen.

Jetzt gibt es eine neue Kusshand-Unterspezies, den «Kruschtel-Kuss».

 

Fakten

Foto MandarinenHm, keine Ahnung wie ich das mache, aber die social Media-Algorithmen bestücken mich ununterbrochen mit den interessantesten Informationen.

Heute sind es vier Fakten zum Schnabeltier. Das Schnabeltier ist ein eierlegendes Säugetier, sieht noch genauso aus wie in der Kreidezeit, am Hinterbein ist ein fieser, giftiger Stachel und am Schnabel 40.000 Sensoren. Ach, und bei der Nahrungssuche unter Wasser lässt es die Augen zu.

Von der Kalorienanzahl passen in einen Döner 20 Mandarinen und just im Moment erreichen mich die Tipps gegen spröde Hände und drei Fakten zum Dachs gefolgt von einem „Knödelformgerät“. Jede Menge Infotainment, überwiegend zu Tieren, Klima, essen und Regenjacken. Hm, ich mag Tiere, aber Regenjacken? Letzteres könnte auch eine Verwechslung sein, weil grade kommt das zweite Rammstein-Video rein, ooch, im Moment lieber die «Ideen für altes Brot».

Käfer

Himmel mit WolkenMein Vater ruft an und beschwert sich, dass man keine Corona-Impftermine bekommt, dabei gehöre er zur Risikogruppe. Ich höre es öfters, obwohl die Medien ununterbrochen von den berechtigten „Impflingen“ sprechen. Bei „Impfling“ denken wir beide in erster Linie an eine Käfer-Art, der gemeine «Impfling» besiedelt bevorzugt den Mischwald, klingt doch schlüssig.

Nun, unser erster deutscher Impfling war kein Käfer und schon über 100 Jahre alt, warum eigentlich? Beisst sich das nicht mit Frontex, die beim «Schutz» unsere EU-Aussengrenzen auch junge Menschen im Mittelmeer ..usw.

Naja, wir machen das alles wieder gut mit den Namen für Wetterfronten. Erst haben wir die Wetterfronten «Gender» bereinigt. Schlechtwetterfronten waren lange den Frauen vorbehalten und tragen jetzt auch Jungs-Namen. Neuerdings erweitert um Namen mit «Migrantenhintergrund». Letzte Woche hat uns Tief „Ahmet“ den Schneeregen gebracht und jetzt bringt «Goran» Tauwetter.

Zusammenhänge

Foto Schild wie der Mensch sich zum Hund entwickeltDa sitze ich wieder mal mit meinem Kollegen und Zwangslebensbegleiter beim Kaffee und die Sprache kommt auf seine Augen-OP und Zusammenhänge. Über die Krankheiten kommen wir dazu, dass seine Ärztin bei einer Blasenentzündung vor einigen Jahren einen Zusammenhang mit den Augen festgestellt hat.

Ich stelle mir vor, da ist eine Zelle, nennen wir sie mal Bertram, und die ist zuständig für die Augen. Die Blase macht Thomas, aber das ist eine Schnarchnase und man weiss ja, ab fünf Leute auf dem Spielfeld, weiss einer nicht mehr wo´s Tor ist. Also muss der Bertie von den Augen aushelfen und das klappt nur so semi und zack, Zusammenhang.

In grauer Vorzeit hatte ich eine Unterleibsgeschichte in Kombination mit zurückgehendem Zahnfleisch. Damals hat meine Frauenärztin auch gesagt, ich wäre schon die Zweite.