Darknet

schwarzes Bild
Das Darknet, eine seltene Aufnahme

Ich telefoniere mit meinem besten Freund und jammere den Weltuntergang herbei. Der Sommer war heiss, Klima und Flüsse kippen, Menschen, die Menschen vor dem Tod retten werden verklagt, die Geretteten wieder ins Meer geworfen und Fake News werden geglaubt. Ich überlege zu preppern, also mich auch auf den Supergau vorzubereiten, indem ich vermehrt Konserven kaufe und den Keller ausbau. Mein Freund, nennen wir ihn Müller, sagt: „Ich nehm dann ne Pille und bin weg“, er redet von geplantem Selbstmord. Jetzt kommen wir aber nur sehr schwer an Zyankali ran, also muss einer von uns wohl oder übel den Browser „TOR“ runterladen, dass wir ins Darknet kommen, da kriegt man ja alles, auch Pillen. Gut, wir spielen es durch, abgewickelt und aufgeräumt sitzen wir also in unserem Prepper-Keller, schlucken die Pille und dann ist das Zeug ein Fake aus Panama, schmeckt nach Minze und wir leben weiter. Da kann man nur hoffen, dass noch Hochhäuser stehen oder Züge fahren.

Schwimmbrillenprobleme

ChlorbrilleWenn möglich schwimme ich einmal die Woche einen Kilometer, so richtig, mit Kraul. Ich trage Kontaktlinsen, brauche daher auf jeden Fall die Schwimmbrille, sonst sind die Linsen im Wasser weg. Jetzt ist es so: Habe ich die Schwimmbrille eine Weile auf, dann sehe ich den Rest-Tag aus wie Derrick*. Also setze ich an Schwimmtagen tagsüber die Brille auf, womit sich die Chlorbrille erübrigt, weil Linsen kann ich dann ja keine verlieren und die Wasserbrille beschlägt mir ja eh und dann sehe ich so oder so nix unter Wasser. Aber wenn ich sowieso die Brille trage ist es auch egal ob ich Augenringe habe, weil der Brillenrand die Augenringe kaschiert. Hm, ich finde das ist jetzt mal umgekehrt proportional blöd.

*Derrick ist eine gleichnamige Krimiserie, die Hauptrolle spielte Horst Tappert, der bekannt war für sehr ausgeprägte Augenringe.

Das Nacktfoto

FotoblitzVor Jahren hatte ich die glorreiche Idee einen bevorstehenden (!) Gewichtsverlust fotografisch zu begleiten. Also stelle ich mich vor den Spiegel und fotografiere mich nackt. Gnädigerweise hat das Blitzlicht mein Gesicht unkenntlich gemacht. Das Foto habe ich vorne in ein Buch gelegt, Besuch war im Anmarsch und ich wollte nicht unbedingt mit herumliegenden Nacktfotos überzeugen. Wir waren bereits im neuen Jahrtausend, trotzdem habe ich Fotos prädigital noch entwickelt und angefasst. Naja, der erwartete Gewichtsverlust trat dann doch nicht ein und ich habe das Foto vergessen. Auch welches Buch. Jetzt, Jahre später, stelle ich mir vor, dass irgendjemand auf einem Flohmarkt dieses Buch in die Finger bekommt und ich segle nackt zu Boden. Bin ich froh um den Blitz, aber hallo!

Diggicams haben übrigens so ab 2003 den Massenmarkt erobert.

Im Flur vergessen

Hund Yoga
Die Yogastellung Hund nachgestellt von einer Otto-Normal-Yogista

Bei uns vor Ort gibt es eine kleine Yogaschule. Die Besitzerin ist groß, schlank und kann vom „Hund“ zwischen die Hände springen. Für Nicht-Yogisten, das ist wie vom Liegestütz zwischen die Hände springen. Darüber hinaus ist sie blond, hat Mann, Kinder, Hund und eben diese Yogaschule. Ich habe schon überlegt sie zu hassen. Letzte Woche hatte ich bei ihr einen Massagetermin gebucht, das erste Mal. Es hat in Strömen geregnet, ich sitze alleine im Flur und keiner kommt. Es kam tatsächlich keiner, sie hat mich vergessen, da saß ich nun, ich Wurst. Wäre sie hässlich, wäre das irgendwie weniger schlimm gewesen.