Alarm

nur grau
Alltagsgrau

Nachdem ich das ganze Wochenende in der, im Nachhinein unbegründeten, Angst verbracht habe, dass das angekündigte Einschreiben schon wieder ein sauteurer Strafzettel ist, und ich dann am Samstag auch noch im Galopp vom Pferd gefallen bin, sehnte ich mich zutiefst nach etwas mehr Alltagsgrau.

Zur Entspannung bin ich ins Schwimmbad gegangen. Nach nur vier Bahnen ging die Sirene los, Feueralarm, Schulkinder und Babyschwimmen, alles raus und bitte sammeln in den Fluren. Da es kalt war, haben sie erst Handtücher verteilt und uns dann nebenan im Saunabereich abgestellt.

Dort erfolgte dreimal hintereinander die Durchsage: «Achtung, Achtung, besonders auch an die Kinder, Achtung, es kann sein, dass Sie auf nackte Menschen treffen. Das ist okay, die dürfen hier nackt sein, weil das hier ist ein Saunabereich.»

Das Nacktfoto

FotoblitzVor Jahren hatte ich die glorreiche Idee einen bevorstehenden (!) Gewichtsverlust fotografisch zu begleiten. Also stelle ich mich vor den Spiegel und fotografiere mich nackt. Gnädigerweise hat das Blitzlicht mein Gesicht unkenntlich gemacht. Das Foto habe ich vorne in ein Buch gelegt, Besuch war im Anmarsch und ich wollte nicht unbedingt mit herumliegenden Nacktfotos überzeugen. Wir waren bereits im neuen Jahrtausend, trotzdem habe ich Fotos prädigital noch entwickelt und angefasst. Naja, der erwartete Gewichtsverlust trat dann doch nicht ein und ich habe das Foto vergessen. Auch welches Buch. Jetzt, Jahre später, stelle ich mir vor, dass irgendjemand auf einem Flohmarkt dieses Buch in die Finger bekommt und ich segle nackt zu Boden. Bin ich froh um den Blitz, aber hallo!

Diggicams haben übrigens so ab 2003 den Massenmarkt erobert.